9. Juni 2024Ein Kräuter-Guide für unsere Almwiesen
SOMMER

Entdecke die Vielfalt unserer Almwiesen: Ein Kräuter-Guide für heimische Gewächse

Unsere Almwiesen sind nicht nur ein malerischer Anblick, sondern hier versteckt sich auch ein wahres Paradies für Kräuterliebhaber. Wir laden euch ein, die heimischen Kräuter rund um die Forsthofalm genauer zu betrachten, zu entdecken und ihre vielfältigen Verwendungszwecke kennenzulernen. Von den Monaten Juni bis Oktober verstecken sich hier wahre Schätze, die nur darauf warten, gefunden zu werden.

Beachtet jedoch nur so viel zu sammeln, wie ihr auch tatsächlich benötigt. Überlässt immer einen Teil der Pflanzen der Natur, damit sie sich regenerieren kann, um auch für zukünftige Generationen nützlich zu sein. 

Juni: Der Beginn der Kräutersaison

Der Juni markiert den Anfang der Kräutersaison rund um die Forsthofalm. Die Almwiesen erwachen erstmals wieder aus ihrem Winterschlaf und bieten eine Fülle von frischen und jungen Kräutern. Im Juni könnt ihr bereits die ersten zarten Pflanzen sammeln und ihre vielfältigen Anwendungen kennenlernen. Folgend listen wir die ersten Kräuter und Pflanzen im Juni.

Forsthofalm
Forsthofalm

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Die klassischste Waldblume der österreichischen Alpenwiesen ist das allbekannte und allbeliebte Gänseblümchen. Ganz leicht zu finden, verstreut sich das Gänseblümchen auf jeder Wiese und ein wahrer Leckerbissen für unsere heimischen Kühe.

Erkennungsmerkmale: Mit kleinen, weißen Blüten und gelbem Zentrum, die in Rosetten angeordnet sind, erkennt ihr das Gänseblümchen auf jeder Wiese wieder. 

Verwendung: Gänseblümchen sind essbar und können frisch in Salaten verwendet werden. Sie sind auch dekorativ auf Desserts. Ihre Blütenblätter enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Vitamin C, die bei Hautirritationen helfen können.

Heilwirkung: Die Blüten werden in der Naturheilkunde wegen ihrer entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften geschätzt. Sie können bei kleineren Hautverletzungen, Ausschlägen und leichten Entzündungen eingesetzt werden. Zudem unterstützen sie die Heilung von Prellungen und Schürfwunden.

Anwendungshinweise: Gänseblümchen können als Tee, Tinktur oder Salbe verwendet werden. Bei der äußerlichen Anwendung sollte darauf geachtet werden, dass keine offenen Wunden behandelt werden. Für eine wohltuende Hautpflege können die Blüten in ein Öl eingelegt und anschließend als Massageöl verwendet werden.

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Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Spitzwegerich ist eine robuste Pflanze, die häufig auf Wiesen und Wegrändern zu finden ist.

Erkennungsmerkmale: Den Spitzwegerich erkennt ihr durch seine langen, schmalen Blätter mit ausgeprägten Blattadern und unscheinbaren, zylindrischen Blütenständen.

Verwendung: Die frischen Blätter des Spitzwegerichs sind hervorragend geeignet, um bei Insektenstichen oder kleinen Wunden Linderung zu verschaffen. Einfach die Blätter zerdrücken und auf die betroffene Stelle legen.

Heilwirkung: Spitzwegerich wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Ein Tee aus den Blättern kann bei Husten und Atemwegserkrankungen helfen.

Anwendungshinweise: Frischer Spitzwegerichsaft kann direkt auf Insektenstiche oder kleinere Wunden aufgetragen werden. Für die innerliche Anwendung sollte jedoch die Dosierung beachtet werden.

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Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe, auch bekannt als Soldatenkraut, ist eine weit verbreitete Pflanze in den Almwiesen von Leogang und der Umgebung.

Erkennungsmerkmal: Am besten erkennt ihr die Schafgarbe durch ihre gefiederten Blätter und ihren kleinen weiß-rosa Blüten, die in dichten Dolden wachsen.

Verwendung: Schafgarbe kann als Tee zubereitet werden, der die Verdauung fördert und bei Menstruationsbeschwerden hilft. Die Blüten und Blätter können auch in Salaten oder als Gewürz verwendet werden.

Heilwirkung: Sie ist bekannt für ihre blutreinigenden, entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften.

Anwendungshinweise: Schafgarbe sollte nicht in großen Mengen konsumiert werden, da sie in hoher Dosierung toxisch sein kann. Menschen mit Allergien gegen Korbblütler sollten vorsichtig sein.

Juli: Die Vielfalt nimmt zu

Die Almwiesen stehen nun in voller Blüte und bieten eine überwältigende Vielfalt an aromatischen und heilkräftigen Pflanzen. Dieser Monat ist ideal, um die Fülle der Natur zu nutzen und die wertvollen Schätze unserer Wiesen zu sammeln. Von beruhigendem Johanniskraut über nährstoffreiche Brennnesseln bis hin zu duftendem Waldmeister – im Juli kannst du die volle Kraft der Kräuter entdecken und ihre vielfältigen Anwendungen kennenlernen. Begib dich mit uns auf eine Entdeckungsreise durch die sommerlichen Almwiesen und erfahre, welche Kräuter du jetzt finden kannst und wie du sie für dich nutzen kannst.

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Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Johanniskraut, auch als Hartheu bekannt, ist eine weitere bekannte Heilpflanze der Region. Die Pflanze wächst auf sonnigen Wiesen und an Waldrändern.

Erkennungsmerkmale: Johanniskraut erkennt ihr durch dessen gelbe Blüten mit fünf Blütenblättern und kleinen, durchscheinenden Punkten auf den Blättern.

Verwendung: Johanniskraut wird oft zur Herstellung von Ölen und Tinkturen verwendet, die für ihre beruhigenden und stimmungsaufhellenden Eigenschaften bekannt sind. Ein Johanniskrautöl kann bei Hautverletzungen und Muskelverspannungen helfen.

Heilwirkung: Es wird traditionell zur Behandlung von leichten Depressionen und Angstzuständen eingesetzt und hat entzündungshemmende Eigenschaften.

Anwendungshinweise: Bei der Anwendung von Johanniskraut sollte man vorsichtig sein, da es die Haut lichtempfindlicher machen kann. Es sollte vermieden werden, sich nach der Anwendung starker Sonneneinstrahlung auszusetzen.

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Brennnessel (Urtica dioica)

Die Brennnessel ist eine weit verbreitete Pflanze in den österreichischen Alpen und findet sich oft auf Almwiesen und Waldrändern. Trotz ihrer wehrhaften Eigenschaften ist sie eine wertvolle Heil- und Nutzpflanze.

Erkennungsmerkmale: Die Merkmale der Brennnessel sind lange, gezackte Blätter und kleine grüne Blütenstände. Sie ist auch dafür bekannt zu brennen, sobald man sie berührt, aber diese Erfahrung haben wir wahrscheinlich alle schon mal in unserer Kindheit gemacht.

Verwendung: Brennnesseln sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie können für Tees, Suppen, Smoothies und sogar als Spinatersatz verwendet werden.

Heilwirkung: Sie wirken blutreinigend und entzündungshemmend und sind ein ausgezeichnetes Mittel zur Unterstützung der Gelenke und zur Entgiftung.

Anwendungshinweise: Brennnesseln können innerlich als Tee oder äußerlich als Umschlag angewendet werden. Zur Herstellung eines Tees werden die getrockneten Blätter mit heißem Wasser übergossen und 5-10 Minuten ziehen gelassen. Bei der äußerlichen Anwendung sollte ein Aufguss oder eine Tinktur verwendet werden, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Vorsicht ist geboten, da die frischen Blätter bei Berührung die Haut reizen können. Daher empfiehlt es sich, beim Sammeln Handschuhe zu tragen.

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Waldmeister (Galium odoratum)

Waldmeister ist eine charakteristische Pflanze der österreichischen Wälder und Wiesen und erfreut sich großer Beliebtheit aufgrund seines unverwechselbaren Aromas und seiner heilenden Eigenschaften.

Erkennungsmerkmale: Den Waldmeister erkennt man am besten durch seine kleinen, weißen und sternförmigen Blüten. Seine Blätter sind schmal und glänzend, die in Quirlen angeordnet sind.

Verwendung: Das Kraut wird oft für die Herstellung von Maibowle, Sirup oder Desserts verwendet. Er verleiht Getränken und Süßspeisen ein angenehmes, leicht herbes Aroma.

Heilwirkung: Er hat beruhigende und krampflösende Eigenschaften und kann bei Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit helfen.

Anwendungshinweise: Waldmeister sollte in moderaten Mengen verwendet werden, da das in ihm enthaltene Cumarin in hohen Dosen gesundheitsschädlich sein kann. Bei der Herstellung von Maibowle sollte das Kraut vor der Verwendung angewelkt werden, um das Aroma zu intensivieren und die Cumarin-Konzentration zu senken. Für medizinische Anwendungen kann Waldmeister als Tee zubereitet werden, indem man die getrockneten Blätter mit heißem Wasser übergießt und 5-10 Minuten ziehen lässt.

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Arnika (Arnica montana)

Arnika, auch als Bergwohlverleih bekannt, ist eine der bekanntesten Heilpflanzen der Region. Die Pflanze ist sehr robust und man findet sie auf Bergwiesen und in lichten Wäldern bis in den Spätsommer hinein.

Erkennungsmerkmale: Ähnelt sehr dem Gänseblümchen, mit großen und gelben Blüten. Zudem hat Arnika einen sehr markanten Duft mit einer würzigen Note.

Verwendung: Sehr beliebt in der Medizin, aber in hoher Konzentration toxisch wirkend, ist Arnika ideal für die äußerliche Anwendung. Oft in Form von Salben, Tinkturen und Umschlägen kann das Kraut bei der Behandlung von Prellungen, Zerrungen und Entzündungen helfen.

Heilwirkung: Bekannt für ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften, hilft Arnika darüber hinaus auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen und fördert gleichzeitig die Durchblutung des betroffenen Gewebes.

Anwendungshinweise: Vorsicht bei empfindlicher und offener Haut. Arnika sollte nicht auf offene Wunden oder stark verletzte Hautstellen aufgetragen werden, da dies zu Irritationen führen kann.

August: Die volle Reife der saisonellen Kräuter

Im August erreicht die Kräutersaison auf der Forsthofalm in Leogang ihren Höhepunkt. Die Almwiesen sind nun ein wahres Meer aus duftenden und kraftvollen Pflanzen, die ihre volle Reife erreicht haben. Dieser Monat ist perfekt, um die reichhaltigen Kräuterschätze zu ernten und ihre stärksten Wirkstoffe zu nutzen. Von vielseitigem Thymian über heilende Ringelblumen bis hin zu beruhigender Kamille – der August bietet eine Fülle von Kräutern, die sowohl in der Küche als auch in der Hausapotheke wertvolle Dienste leisten. Lass dich von der Fülle und Vielfalt der Natur inspirieren und erfahre, welche Kräuter du jetzt finden kannst und wie du ihre kraftvollen Eigenschaften für dich nutzen kannst.

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Quengel (Thymus serpyllum)

Quengel, auch breitblättriger Thymian genannt, findet man an sonnigen, warmen und steinigen Plätzen wie zum Beispiel auf Sandtrockenrasen, in Kiefernwäldern und auf Dünen. Das Kraut ist ein immergrüner, bodendeckender Halbstrauch, der zwei bis zehn Zentimeter hoch wachsen kann. 

Erkennungsmerkmale: Quendel hat kleine, lila oder rosa Blüten und schmale, aromatische Blätter. Die Pflanze wächst niedrig und kriechend auf trockenen, sonnigen Wiesen. 

Verwendung: Wilder Thymian wird als Gewürz und Heilpflanze verwendet. Er findet Anwendung in Tees, Tinkturen und Bädern. 

Heilwirkung: Quendel wirkt schleimlösend, antibakteriell und entzündungshemmend. Er hilft bei Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis und fördert die Verdauung. 

Anwendungshinweise: Nicht in großen Mengen verwenden, da er Magenreizungen verursachen kann. Ideal als Tee oder zum Inhalieren bei Erkältungen.

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Ringelblume (Calendula officinalis)

Auch Ringelblumen lassen sich auf unseren Almwiesen finden. Besonders gerne haben sie allerdings sehr sonnige Plätze mit lehmigen, aber nährstoffreichem Untergrund. 

Erkennungsmerkmale: Die Ringelblume hat leuchtend orange bis gelbe Blütenblätter, die in einem Korb angeordnet sind. Die Blätter sind länglich und leicht behaart.

Verwendung: Die Blütenblätter werden oft zur Dekoration von Salaten und Desserts verwendet. In der Naturkosmetik finden sie sich in Cremes und Salben zur Hautpflege.

Heilwirkung: Ringelblumen wirken entzündungshemmend und fördernd auf die Wundheilung. Sie werden häufig bei Hautirritationen, Ekzemen und kleineren Verletzungen eingesetzt.

Anwendungshinweise: Die Blütenblätter können als Tee oder Aufguss zur äußeren Anwendung verwendet werden. Für die Herstellung von Ringelblumensalben werden die Blüten in Öl eingelegt und anschließend zu einer Salbe verarbeitet.

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Ringelblumenöl zum selbermachen

Die Ringelblume hat weit verbreitete Anwendungsgebiete und ist dadurch sehr beliebt bei Heilkundeexperten und Kräuterliebhabern. Wir selbst lieben es unsere eigenen Seifen und Kosmetika damit herzustellen und die lokalen Kräuter in der Umgebung dafür zu verwenden. Unser Wellnessbereich hat uns dafür zwei Rezepte zur Verfügung gestellt, die ihr mit euren gesammelten Ringelblumen zu einem wohltuenden Ringelblumenöl verarbeiten könnt.

Rezeptanleitung

Die Ringelblume hat weit verbreitete Anwendungsgebiete und ist dadurch sehr beliebt bei Heilkundeexperten und Kräuterliebhabern. Wir selbst lieben es unsere eigenen Seifen und Kosmetika damit herzustellen und die lokalen Kräuter in der Umgebung dafür zu verwenden. Unser Wellnessbereich hat uns dafür zwei Rezepte zur Verfügung gestellt, die ihr mit euren gesammelten Ringelblumen zu einem wohltuenden Ringelblumenöl verarbeiten könnt.

 

Anwendungsgebiete:

-     hilft bei Insektenstichen

-     bei rissigen Händen

-     bei verletzter Nagelhaut

-     blauen Flecken

-     sehr gute Wundsalbe

-     Entzündungen

-     Bartflechte

 

Zutaten

·         20 g frische oder getrocknete Ringelblumenblüten

·         100 ml Sonnenblumen- oder Olivenöl

·         1 Glasflasche

 

Zubereitung 

Am besten lässt man die Blütenblätter vor dem Aufsetzen zwei Tage lang trocknen. Dazu die Blätter von der Blüte abzupfen und auf ein mit Papier belegtes Backblech geben. An einem kühlen, dunklen Ort sollen die Blütenblätter langsam trocknen. Diese Vorbehandlung verhindert, dass die Blüten im Öl anfangen zu schimmeln, sobald Luft ans Öl kommt. Dann die Blütenblätter in ein Schraubglas geben und mit dem Öl aufgießen. Das Glas gut verschließen und an einem kühlen, dunklen Platz zwei bis sechs Wochen stehen lassen. Tägliches Schütteln sorgt dafür, dass sich die Inhaltsstoffe gut im Öl vermischen. Nach ein paar Wochen Einwirkzeit die Flüssigkeit durch ein Tuch oder einen Teefilter abseihen und fertig! Somit habt ihr euer selbstgemachtes Ringelblumenöl aus der eigenen Sammlung zubereitet.

 

Tipp:

Zur Aufbewahrung eine dunkle Glasflasche verwenden oder in einer hellen Flasche in Alufolie, sodass kein Licht ins Innere kommt. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten und das Öl ist länger haltbar. An einem kühlen Ort aufbewahrt hält das Ringelblumenöl bis zu einem Jahr.

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Ringelblumensalbe Rezept

Das zweite Rezept aus unserem Wellnessbereich lässt sich ebenfalls wunderbar mit Ringelblumen umsetzen. Es eignet sich perfekt, um eure Haut zu verwöhnen und ihr eine Extraportion Pflege zu gönnen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Zutaten:

·    125 ml Pflanzen-Öl (kaltgepresstes Olivenöl, Leinöl, Mandel- oder Jojobaöl) 

·    25 g Bienenwachs (erhältlich im Reformhaus oder beim Imker)

·    zwei Hände Ringelblumenblüten

·    Gläser mit Deckel

 

Zubereitung:

Die Blüten der Ringelblumen frisch aus dem Garten ernten. Dazu die Blütenköpfe mit dem Fingernagel abknipsen oder mit einer Schere abschneiden.

Die Blüten mit Wasser abwaschen und danach trocknen. Zum Trocknen kann eine Salatschleuder verwendet werden. Damit sich die Wirkstoffe beim Zubereiten der Ringelblumensalbe besser entfalten können, zupft die Blütenblätter einzeln auseinander.

 

Zunächst muss das Öl und auch das Bienenwachs leicht erwärmt werden - vorsichtig auf der Herdplatte erwärmen. (max. 60 Grad)

Nach und nach und nach die Ringelblüten in das Öl geben und für zehn Minuten im Topf wärmen lassen. So dringen die Wirkstoffe aus den Blüten aus, auch die Farbstoffe lösen sich. Die Temperatur darf nicht höher als 60 Grad steigen, da sich sonst die Inhaltsstoffe nicht mit dem Öl verbinden können.

 

Über Nacht beziehungsweise 24 Stunden durchziehen lassen. 

Nach 24 Stunden die Masse noch mal kurz erwärmen und zum Beispiel durch ein Leintuch oder Mull abseihen. 

Anschließend die selbstgemachte Ringelblumensalbe in saubere Gläser füllen. Gelagert werden kann die selbstgemachte Ringelblumensalbe im Kühlschrank. 

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Thymian (Thymus vulgaris)

Der Feld-Thymian bevorzugt Magerrasen und Magerweiden, ferner wächst er an Böschungen, in Kiesgruben oder an Felsen. Man findet ihn auch an trockenen und warmen Stellen vom Tal bis hoch ins Hochgebirge.

Erkennungsmerkmale: Thymian hat kleine, schmal-lanzettliche Blätter und violett bis rosa Blüten. Die Pflanze verströmt einen intensiven, aromatischen Duft.

Verwendung: Das Kraut wird als Gewürz in der Küche verwendet und ist ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche. Er eignet sich auch für Tees und Inhalationen.

Heilwirkung: Thymian wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und schleimlösend. Er wird häufig bei Erkältungen, Husten und Bronchitis eingesetzt.

Anwendungshinweise: Als Tee oder Inhalation kann das Kraut ideal verwendet werden. Für einen Thymiantee werden die getrockneten Blätter mit heißem Wasser übergossen und 5-10 Minuten ziehen gelassen.

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Kamille (Matricaria chamomilla)

Kamille ist eine der bekanntesten Heilpflanzen und wächst auf den Wiesen und Feldern der österreichischen Alpen, insbesondere ab dem Spätsommer.

Erkennungsmerkmale: Kamille erkennt man an ihren weißen Blütenblättern und dem gelben, kegelförmigen Blütenkopf. Die Blüten verströmen einen charakteristischen, angenehmen Duft. Die Blätter sind fein gefiedert und von hellgrüner Farbe.

Verwendung: Kamille wird häufig als Tee, in Salben oder in Badezusätzen verwendet. In der Küche kann sie als mildes Gewürz für Suppen und Eintöpfe genutzt werden. Kamillenöl findet Anwendung in der Aromatherapie und in kosmetischen Produkten.

Heilwirkung: Kamille hat entzündungshemmende, beruhigende und krampflösende Eigenschaften. Sie wird zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, bei Hautirritationen, Erkältungen und zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Kamillentee kann auch bei Schlafstörungen helfen.

Anwendungshinweise: Kamillentee wird durch Übergießen der getrockneten Blüten mit heißem Wasser zubereitet und sollte 5-10 Minuten ziehen. Für äußerliche Anwendungen können Kamillenaufgüsse als Umschläge oder in Bädern verwendet werden. Bei der Verwendung von Kamillenöl sollte darauf geachtet werden, es nicht direkt auf die Haut aufzutragen, sondern mit einem Trägeröl zu verdünnen, um Hautirritationen zu vermeiden. Menschen mit Allergien gegen Korbblütler sollten bei der Verwendung von Kamille vorsichtig sein.

September: Die späten Schätze der Almwiesen rund um die Forsthofalm

Im September zeigt sich die Natur auf der Forsthofalm in Leogang noch einmal von ihrer besten Seite. Die warmen Tage und kühlen Nächte bieten ideale Bedingungen für eine Vielzahl von Kräutern, die jetzt ihre volle Reife erreichen. Dieser Monat ist perfekt, um die letzten Kräuterschätze des Jahres zu sammeln und ihre heilenden und kulinarischen Eigenschaften zu nutzen. Von aromatischem Salbei über die Wilde Malve bis hin zur Wegwarte – die Almwiesen bieten auch im Spätsommer eine beeindruckende Vielfalt. Begleite uns auf eine Entdeckungsreise durch die Kräuter des Septembers und erfahre, welche Pflanzen jetzt zu finden sind und wie du sie für dich nutzen kannst.

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Salbei (Salvia officinalis)

Salbei ist eine weit verbreitete Heilpflanze, die auf sonnigen, trockenen Wiesen und an Wegrändern in der Region Leogang ab dem Spätsommer bis in den Herbst hineinzufinden ist.

Erkennungsmerkmale: Salbei erkennt man an seinen graugrünen, länglichen und leicht behaarten Blättern, die einen intensiven aromatischen Duft verströmen. Die Blüten sind meist violett, können aber auch weiß oder rosa sein und wachsen in ährenartigen Blütenständen.

Verwendung: Salbei wird häufig in der Küche als Gewürz für Fleischgerichte, Suppen und Saucen verwendet. Die Blätter können frisch oder getrocknet genutzt werden. Auch in der Teezubereitung und als Bestandteil von Kräuterlikören findet Salbei Anwendung.

Heilwirkung: Salbei hat entzündungshemmende, antibakterielle und adstringierende Eigenschaften. Er wird traditionell bei Halsschmerzen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Verdauungsbeschwerden und übermäßigem Schwitzen eingesetzt. Salbeitee ist auch bekannt für seine beruhigende Wirkung und kann bei Nervosität und Schlaflosigkeit helfen.

Anwendungshinweise: Salbeitee wird durch Übergießen der getrockneten Blätter mit heißem Wasser zubereitet und sollte 5-10 Minuten ziehen. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann der Tee auch als Gurgellösung verwendet werden. Äußerlich wird Salbei in Form von Salben und Umschlägen bei Hautproblemen eingesetzt. Da Salbei in hohen Dosen toxisch sein kann, sollte die Einnahme moderat erfolgen, insbesondere bei der inneren Anwendung.

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Wegwarte (Cichorium intybus)

Die Wegwarte ist entlang von Wegen und auf trockenen Wiesen in der Region Leogang häufig zu finden und zeigt sich besonders ab September in voller Blüte. Sie ist eine robuste Pflanze, die oft an Straßenrändern und auf Brachflächen wächst.

Erkennungsmerkmale: Die Wegwarte hat hellblaue, zungenförmige Blüten und steife, behaarte Stängel. Die Blätter ähneln denen des Löwenzahns.

Verwendung: Die Wurzeln der Wegwarte werden zur Herstellung von Ersatzkaffee genutzt. Die Blätter können als Salat oder Gemüse verwendet werden. Die Blüten sind ebenfalls essbar und dekorativ in Salaten.

Heilwirkung: Wegwarte hat verdauungsfördernde, entzündungshemmende und appetitanregende Eigenschaften. Sie wird häufig bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt.

Anwendungshinweise: Die Blätter können frisch in Salaten oder gekocht als Gemüse verwendet werden. Die Wurzeln werden getrocknet und geröstet zur Herstellung von Ersatzkaffee verwendet, was besonders in Notzeiten eine beliebte Kaffeealternative war.

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Eberesche (Sorbus aucuparia)

Die Eberesche wächst auf sonnigen Lichtungen und Waldrändern und trägt ab dem frühen Herbst ihre charakteristischen Beeren. Diese Bäume sind leicht an ihren leuchtend roten Beeren und gefiederten Blättern zu erkennen.

Erkennungsmerkmale: Die Eberesche trägt leuchtend orange-rote Beeren, die in dichten Büscheln wachsen. Die Blätter sind gefiedert und haben einen gezackten Rand.

Verwendung: Die Beeren der Eberesche können zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet werden. In getrockneter Form finden sie auch in Tees Verwendung. Auch als Vogelbeeren bekannt, sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel im Winter.

Heilwirkung: Die Beeren der Eberesche enthalten viel Vitamin C und wirken leicht abführend. Sie werden traditionell zur Stärkung des Immunsystems und zur Linderung von Erkältungssymptomen verwendet.

Anwendungshinweise: Die Beeren sollten vor dem Verzehr erhitzt werden, um die enthaltene Parasorbinsäure in die ungiftige Sorbinsäure umzuwandeln. Rohe Beeren können Magenbeschwerden verursachen.

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Wilde Malve (Malva sylvestris)

Die Wilde Malve ist auf sonnigen Wiesen und an Wegrändern in Leogang ab September weit verbreitet. Diese Pflanze ist bekannt für ihre schönen Blüten und ihre vielfältigen Anwendungen in der Küche und Medizin.

Erkennungsmerkmale: Die Wilde Malve hat rosa bis violette Blüten mit dunklen Streifen. Die Blätter sind rundlich und leicht behaart.

Verwendung: Die Blätter und Blüten der Malve können frisch in Salaten oder als Gemüse gekocht verwendet werden. Sie eignen sich auch für die Zubereitung von Tees. Die Blüten dienen zudem als attraktive Garnitur für verschiedene Gerichte.

Heilwirkung: Malve wirkt schleimlösend, entzündungshemmend und beruhigend. Sie wird oft bei Husten, Halsschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Anwendungshinweise: Die Blätter und Blüten können als Tee aufgegossen oder als Umschläge bei Hautreizungen verwendet werden. Für einen Tee werden die getrockneten Pflanzenteile mit heißem Wasser übergossen und 5-10 Minuten ziehen gelassen.

Forsthofalm

Blutwurz (Potentilla erecta)

Blutwurz wächst bevorzugt auf feuchten Wiesen und in lichten Wäldern und ist ab dem Spätsommer in Leogang zu finden. Diese robuste Pflanze ist bekannt für ihre starken Heilkräfte und ihre charakteristischen gelben Blüten.

Erkennungsmerkmale: Blutwurz hat kleine, gelbe Blüten mit vier Blütenblättern. Die Blätter sind dreifach gefiedert und haben einen gezackten Rand.

Verwendung: Die Wurzel des Blutwurzes wird getrocknet und zur Herstellung von Tinkturen und Tees verwendet. Sie ist auch ein traditioneller Bestandteil in einigen Spirituosen.

Heilwirkung: Blutwurz wirkt stark adstringierend und entzündungshemmend. Sie wird traditionell zur Behandlung von Durchfall, Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie bei Hautproblemen eingesetzt.

Anwendungshinweise: Die getrocknete Wurzel kann als Tee oder Tinktur verwendet werden. Bei der inneren Anwendung sollte die Dosierung genau beachtet werden, um Magenreizungen zu vermeiden.

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